Freitag, 21. Oktober 2016

Wenn sich Politiker christliche Nächstenliebe auf ihre Fahnen schreiben...

Ich hatte dieses Thema hier schon mal (zumindest so ähnlich)...
Ich werd aber einfach SO "haß", wenn ich merke, dass (die christliche) Religion verdreht, und für politische Zwecke missbraucht wird. Ja, Religion darf auch politisch sein, aber Politik sollte nicht unbedingt religiös sein!

Ich find's einfach ekelhaft, wenn die Nächstenliebe aus der Bibel, die Nächstenliebe Jesu gegenüber ALLEN Menschen so interpretiert wird, dass es plötzlich nur um den "näheren" Nächsten geht, und nicht um die "nicht-so-ganz-nahen" Nächsten (schon alleine die Begriffe machen das ganze hier so unsinnig?!).

Ich kann ja als Politiker sagen, dass ich religiös bin. - Das muss ich aber nicht so zur Schau tragen - man hat als Politiker, gerade als Anwärter für das Bundeskanzleramt, ja eine Verpflichtung dem ganzen Volk gegenüber - und nicht nur Christen, oder gar nur Katholiken!

Man davon abgesehen, dass hier einfach alles verdreht wird, wie zum Beispiel auch die Begründung, warum der Wechsel von katholischer zur evangelischer Kirche - und dann aber die besondere Ansprache an die katholischen Christen (alle anderen - also Christen, von anderen Religionen sprechen wir noch gar nicht - sind es scheinbar nicht wert erwähnt zu werden...). Warum wohl...

Vor Wochen schon wollte ich auf den Slogan "Macht braucht Kontrolle" reagieren. Auch da kam mir fast das "Speim" - beide Worte allein sind schon "heikel", aber in einem Satz, in Zusammenhang gebracht, wirkt das auf mich beängstigend, ja furchterregend. Mit Macht und Kontrolle spielt man nicht, und in den Händen von Politikern (die auch noch solche Aussagen tätigen) finde ich das sehr gefährlich!

Eben gerade diese Tatsache, dass ich mich dazu nicht geäußert hab, stimmt mich nachdenklich - ganz oft denke ich mir, ich muss doch auf diese Statements reagieren, darf sie nicht unkommentiert lassen. Dann aber wieder: wer bin ich schon, was nützt meine Stimme? Diese Statments sind ja auch so gemacht, dass sie (auch negative) Kommentare heranziehen, um so an Reichweite zu gewinnen. Ich bin aber zu dem Entschluss gekommen: Ich muss dazu etwas sagen, ich kann das nicht unkommentiert an mir vorbei gehen lassen - und wenn ich mich nur Freunden oder der Familie gegenüber äußere. Die Rhetorik, die Sprache die hier verwendet wird, gefällt mir nicht, wie mir auch die Handlungen dieser politischen Richtung nicht gefällt. Und deswegen muss ich meinen Mund aufmachen!

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