Donnerstag, 11. Februar 2016

Mein Diplomarbeitsthema [Fragen, Gedanken, und ein Regenbogen]

Ich studiere Theologie und Englisch auf Lehramt, und schreibe nun meine Diplomarbeit in ersterem Fach.
Mein Erstfach hat im Laufe des Studiums bei so manchen Nicht-Christen ja oft ungläubige Blicke und viele Fragen aufgeworfen. Oft wurde das aber auch ganz gut aufgenommen.

Was nun hinzukommt, ist doppelt so spannend: mein Diplomarbeitsthema, das ein in der Kirche heikles ist (hier muss man Kath. Kirche von Theologie unterscheiden; Theologie ist die Wissenschaft, da fällt die Beschäftigung mit dem Thema leichter).
Da kommen dann noch ungläubigere Blicke, und ganz lustige Fragen:
"Achso, aha, na wie geht denn das, gibt's dazu überhaupt etwas, gibt's da denn Literatur dazu?"

Naja klar, sicherlich, sonst hätt ich mich nicht auf das Thema eingelassen :D außerdem isses nicht so, dass das Thema verschwiegen wurde (in der Theologie), im Gegenteil, man beschäftigte sich schon in den 80er und 90er Jahren damit! Es gab ja auch Theologen und Theologinnen, die da mittendrin steckten, und damals auch noch einiges durchmachten, und das ändern wollten! Da wurden ganz tolle Projekte entwickelt, Theologien ausgearbeitet, da war was los!
Überhaupt sprach ich mit meinem Betreuer darüber, dass doch damals die Menschen fast mutiger waren, in Aufbruchsstimmung, Kirche verändern wollten; heute, nach so vielen Jahren des Gleichstands, fällt das schwer, da kehrt man der Kirche leichter den Rücken zu und sucht sich etwas anderes in der pluralen Welt.

Witzig ist auch, wenn das dann nicht so Freigeistler sind, sondern eher Kirchenzugehörige, die aber nicht so offen sind. Dann diese stummen Blicke, dieses Nicken, und das Suchen nach irgendeinem Kommentar, und die möglichen Gedanken: "Ja, wie kann denn die nur?! Ja, ist denn die ...? Um Gottes Willen!".

Ich mag mein Thema wahnsinnig gern, ich brenn dafür (auch wenn die Zeit läuft und die Arbeit manchmal nervt). Ich find's so spannend, so aktuell, so konkret und praktisch!

Und noch viel besser: ich kam letztens erst (ja, das hat lange gedauert!) auf die Doppeldeutigkeit des Regenbogens! Der steht ja theologisch gesehen für den Bund Gottes mit den Menschen, also DER Vertrauensbeweis schlechthin, DAS Ja Gottes zu den Menschen, das ICH BIN DA FÜR DICH! Das begann ja schon im Alten Testament, zog sich durch den ganzen Mist, den die Leute da durchmachen mussten, durch bis ins Neue Testament, wo dieser Bund dann durch Jesus erneuert wurde, durch Jesus, der sich JEDEM Menschen zuwandte. Wo's dann heißt: "Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt." (Mt 28,20).



Ok, ich prokrastinier hier, ich geh wieder schreiben ;-) aber das wollt ich nur mal loswerden.

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