Donnerstag, 30. Juli 2015

Leseliste #1

Anstatt ausführlicher Kommentare zu einzelnen Büchern möchte ich hier ein paar auflisten, die ich in den letzten Monaten, Wochen und vor allem im Urlaub gelesen hatte, und ebenso ein paar nennen, die (oft schon viel zu lange) auf meiner Leseliste stehen. Vielleicht ist ja das eine oder andere Buch für euch dabei.

  • The Notebook - Nicholas Sparks
  • My week with Marilyn - Colin Clark
Diese beiden Bücher sind schon etwas länger her, aber ich hab sie beide total gern gelesen. Das erste kitschig, süß und traurig (wie auch der Film), das zweite eine schillernde Begegnung Clarks mit Marilyn Monroe (ebenfalls ein sehenswerter Film).

  • Ein ganzes halbes Jahr - Jojo Moyes
  • Weit weg und doch ganz nah - Jojo Moyes
Jojo Moyes fährt ja zur Zeit ganz gut mit ihren Büchern, seit "Ein ganzes halbes Jahr" so einschlug. Ich les' sie aber auch unheimlich gern, weil die Geschichten so nett sind, und es sich so leicht liest - also im Urlaub, zum Abschalten o.ä. Bin auch schon auf der Suche nach weiteren von ihr ;-)


  • Ich habe den Todesengel überlebt: Ein Mengele-Opfer erzählt - Eva Mozes Kor
  • Wir treffen uns wieder im Paradies - Christel Zachert
Zwei Schicksale, die nicht unberührt lassen.

  • Ich kauf nichts! Wie ich durch Shoppingdiät glücklich wurde - Nunu Kaller
  • Aus dem Rhythmus - Uli Sanou
Zwei österreichische Autorinnen, beide inspiriert von ihrem Leben. Die eine beschreibt ihre Shoppingdiät, die andere schuf auf Basis ihrer Erfahrungen in Afrika und der Trommlerszene einen spannenden Krimi, gespickt mit einigen interessanten Facts über das Trommeln, die Musik und die Kultur. 


Auf meiner persönlichen Leseliste stehen einige deutsche und englische Klassiker wie z.B.: 
  • Die Wand
  • 1984
  • The Great Gatsby
  • To kill a mockingbird
(Dem Lehrerstudium sei dank) Jugendbücher wie 
  • The curious incident of the dog in the night-time

(Dem Theologiestudium sei dank) Bücher von 
  • Elie Wiesel und Jean Amery

Gerade aber liegen auf meinem Nachtisch "Die Chroniken von Narnia" und "Leb wohl, Schlaraffenland" von Roland Düringer.

Wie ihr seht, lese ich eine bunte Mischung :)
Habt ihr noch irgendwelche Lesetipps für mich?!

Dienstag, 28. Juli 2015

Gute Gespräche und mein Theologiestudium [Gedanken einer Studentin]

Diesen Beitrag wollte ich eigentlich noch an dem selben Abend, von dem ich erzähle, schreiben. Voll Feuer und Flamme ging ich heim, doch dann kam die Müdigkeit, und da es am nächsten Tag nach Bratislava ging - siehe ein paar Posts weiter unten - wurde er verschoben... und verschoben... doch die Gedanken blieben, und hier ist er.


Am letzten Junitag, nachdem ich am Abend meine letzte Lehrveranstaltung hinter mich gebracht habe, ging ich noch zu einem Treffen einer Gruppe, die sich mit Homosexualität und Glaube auseinandersetzt. Ja tatsächlich, auch so etwas gibt es, und ich bin so wahnsinnig froh darüber.

Ich bin so wahnsinnig froh darüber, dass ich mit dieser Gruppe Kontakt knüpfen konnte, bin froh über die Leute die ich dadurch kennen lernen durfte, über die gemeinsamen Gespräche und Aktivitäten. Es wird diskutiert und debattiert, kritisiert und konkretisiert.

Vielleicht hängts auch damit zusammen dass da so viele unterschiedliche Leute zusammenkommen, die auch alle ein gutes Stück älter sind als ich, und so ganz andere und viel mehr Erfahrungen hineinbringen. Das ist wahnsinnig spannend, und diese guten Gespräche möchte ich nicht missen.

Ich liebe es an Diskussionsabenden, Vorträgen o.ä. zu verschiedenen theologischen Themen teilzunehmen, und zu sehen, dass viele Menschen doch noch am Glauben und einer Kirche interessiert sind.Gemeinsam lässt sich der Traum von einer gemeinsamen Kirche viel besser träumen und leben.

Solche Abende, Diskussionen, solch ein Austausch erinnert mich dann immer wieder daran, wie glücklich ich darüber bin, meine Studiumrichtung gewählt zu haben! Wie wäre es mir gegangen wenn ich Spanisch anstatt Religion gewählt hätte (was durchaus zur Auswahl stand)? Ich entschied eigentlich aus dem Bauch heraus, ohne wirklich zu wissen was auf mich zukommt. Kämpfte mich durch die eine oder andere Vorlesung, besonders die der Philosophie, und bin aber so zufrieden und wahnsinnig froh mit meiner Entscheidung!

Das Theologiestudium hat mir nicht nur von den Lehrveranstaltungen etwas gebracht, sondern mich auch persönlich wachsen und reifen lassen, und das vor allem auch im Austausch mit StudienkollegInnen, Vortragenden, Bekannten und anderweitige Begegnungen...



Freitag, 24. Juli 2015

Laudato Si! [Die neue Umweltenzyklika und eine Podiumsdiskussion]

'Laudato Si!' - so lautet die zweite Enzyklika von Papst Franziskus, die am 18. Juni erschien. "Über die Sorge für das gemeinsame Haus" als ihr Untertitel, beschäftigt sie sich mit den Themen Umwelt- und Klimaschutz, und zeigt dadurch entstehende soziale Ungerechtigkeiten auf. 

Nicht mal eine Woche nach der Erscheinung lud die Katholische Fakultät zu einer Podiumsdiskussion dazu auf, mit einigen nennenswerten TeilnehmerInnen:

Bundesminister DI Andrä Rupprechter (Landwirtschaft und Umwelt)
Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz
Univ.-Prof. MMag. Dr. Ingeborg Gabriel (Sozialethik Wien)
Abg.z.NR Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne)

Unter der Moderation von CR MMag. Dr. Paul Wuthe (Kathpress).

Doch was war der Inhalt dieser Diskussion, und wurde hier überhaupt diskutiert?
Zuerst einmal wurde die Enzyklika 'hochgelobt'.
Ich muss gestehen, ich hab sie noch (immer) nicht gelesen, ich hab mir selber dazu noch kein Urteil bilden können.
Doch wie ich fand, wurde zu wenig diskutiert, und noch viel weniger Konkretes behandelt. Ich frage mich, ob die Enzyklika auch so unkonkret bleibt. 

So weit ich es herausgehört habe, wird die Wichtigkeit der Erde, der Umwelt und der Ressourcen betont, und der Umgang von uns Menschen damit von Papst Franziskus aufs Schärfste kritisiert (was ich ganz wunderbar finde!). Es wird auch betont, dass der Westen, also wir 'Wohlstandsmenschen', massiv daran teilhaben, und Ausbeute auf Kosten der Menschen der Entwicklungsländer und der Umwelt betreiben.

Ich frage mich aber, was nach dieser Kritik kommt - dazu blieb bei mir nicht viel hängen. Die Enzyklika ruft zum Umdenken auf, aber wie sieht das konkret aus?!
Ich hätte da ein paar Ansätze (einer schwieriger umzusetzen als der andere), aber viel wurde in der Podiumsdiskussion nicht erwähnt, sowohl von Seiten der Kirche, der Universität als auch der Politik nicht. Da wurde höchstens mit Zahlen um sich geworfen (wie viel wir nicht als Entschädigung für dies und das gezahlt haben), aber konkret?! Was kann hier jede/r Einzelne tun?
Mir geht es nicht um Geld und Finanzierungen, mir geht es um ein Handeln, um ein Ändern.
Ich denke, so schwer es auch gelingen mag, müssen wir Menschen versuchen unser Leben und unseren Konsum zu ändern.
Das konnte ich nicht heraushören.


Der Ansatz der Katholischen Jugend in Hinblick auf die Enzyklika gefällt mir zum Beispiel sehr gut. Die KJ will das Thema 'Nachhaltigkeit' mehr einbinden, und die Enzyklika auch für Jugendliche aufbereiten.

Abschließend möchte ich auch noch auf die Tatsache hinweisen, dass die Enzyklika als eine für 'alle' Menschen - also nicht nur ChristInnen - gehandelt wird. Was heißt das?
Es ist wahrscheinlich so gemeint, dass die Umwelt uns alle angeht. Der Papst setzt hier ein klares gesellschaftliches und politisches Zeichen. Natürlich motivieren sich Nicht-ChristInnen nicht unbedingt aus einem Glauben heraus zu umweltfreundlichen Handeln. Aber ich denke dass besonders diese Enzyklika auch spannend für die gesamte Gesellschaft sein kann, und Ansätze zum Umdenken bietet.

Theologie soll ohnehin nicht im stillen Kämmerlein sitzen, sondern hinausgehen und (nein, nicht den Glauben jedem/jeder reindrücken) und sich mit den Themen der Gesellschaft beschäftigen.
Das mag ich auch am jetzigen Papst so, dass er mitmischt, und (zumindest in einigen Bereichen) sagt was Sache ist.

Ich bin gespannt wie es weitergeht. Und hoffentlich werd ich demnächst Zeit finden um die Enzyklika zu lesen.

Linz, du machst dich!

Gestern habe ich im Zuge des Pflasterspektakels (Sehr zu empfehlen, siehe http://www.pflasterspektakel.at/2015/de/index.asp) wieder mal einen Abend in der Stadt verbracht, mit der ich groß wurde, in der ich meine Teenie Jahre verbrachte, Schulen besuchte, Mittagspausen verbrachte und das Fortgehen übte.

Und ich muss sagen: Linz macht sich!

Ich habe jetzt natürlich nicht viel gesehen, war mehr auf die Künstler fokussiert, sah aber im Vorbeigehen ein vielversprechendes Lokal das Frozen Yoghurt anbot (Ja, ich weiß, die gibts zu hunderten), nette Lokale die ich noch nicht kannte, und stolperte über zwei Shops, die mein Herz höher schlugen ließen:

"Nord", ein Shop mit nordischen Designstücken, hat mich sofort gefesselt als ich Stücke von der finnischen Designmarke "Marimekko" in der Auslage sah. Liebe, Liebe, Liebe, aber leider hat das ganze auch seinen Preis... Nun ja, zum Schauen und Gustieren werd' ich sicher des öfteren vorbei schauen!

http://nord-design.at/

"Maronski", ein wundertolles Label mit fairer Mode aus Wien, hat neben dem Standort in der Hauptstadt anscheinend auch einen in der Linzer Altstadt - wieso wusste ich davon noch nicht?!? Nun gut, auch hier fehlt noch das Geld, aber es ist so toll und fair und schön und... ach.

http://maronski.at/

Nicht zu vergessen mein fairer Lieblingsladen ECO (http://eco-store.at/), und der ganz besondere Laden, der im September aufmacht, und über den ich hoffentlich ganz bald schreiben werde...

Warum mich die positive Veränderung der Stahlstadt so freut? Das ist eine andere Geschichte, über die ich auch (hoffentlich ganz) bald schreiben werde...

Donnerstag, 9. Juli 2015

Summer [breathe]

Semesterende. Ferienbeginn.

Gerade noch fühle ich mich etwas leer - und das obwohl ich schon etwa seit einer Woche freie Zeit genießen darf. "Frei" war diese aber keineswegs, vielmehr durchgeplant, es ging nach Bratislava (siehe letzter Post), nach Wien, nach Salzburg und wieder in die Heimat.

Heute ist also der erste Tag an dem ich "ankommen" kann, bevor's übermorgen in den Urlaub geht - eine Woche Kroatien, danach ein paar Tage in die Schweiz.
Sommer. Sonne. Meer.
Ich freu' mich schon drauf. All den Stress der letzten Wochen fallen lassen und mal nur entspannen und genießen.

Ich freu mich aber auch auf die Zeit danach, wenn ich wieder daheim bin - und endlich in der neuen Wohnung ganz ankommen und mich einleben kann.
Mich mit lieben Leuten wiedertreffen kann, laue Sommerabende am Balkon, im Garten und der Terrasse genießen kann. Bei Lagerfeuer, Gegrilltem oder Aperol Sprizz.

Sommer schmeckt so süß.

Mittwoch, 1. Juli 2015

Einmal Bratislava und zurück [Mein Reisetagebuch]

Der Sommer ist da, die Ferien haben (für mich heute) angefangen.

Es ist 22.30, ich bin frisch geduscht, die Füße sind hochgelagert (wie gut das tut nach so einem Tag!).
Ein wundervoller Tag liegt hinter mir, den ich gemeinsam mit J. und K. verbringen durfte.
Und da meine heutige Aufgabe die der Reisereporterin ist (nachdem ich die beiden erfolgreich als Reisefotografin und Reiseführerin eingeteilt habe :-P), gibt es nun diesen Artikel.

Vor etwas mehr als 12 Stunden kamen wir mit dem Zug in Bratislava an, drei Studentinnen, ein Geburtstagsgeschenk (an uns alle).
Das frühe Aufstehen - am ersten Ferientag! - war es wert, der Tag versprach ein sonniger zu werden.

Gleichmal den Bus in die falsche Richtung genommen, durch ein Schlagloch - rumms! - aber für die Fahrt in die richtige Richtung geschickt Plätze besetzt, bevor eine Horde österreichischer Schülerinnen den Bus stürmte (Oh und Schulgruppen fielen mir in den letzten Tagen einige in Wien auf - letzte Schulwoche ahoi - Vorfreude auf das zukünftige Lehrerdarsein inklusive!). Eine unfreundliche Mitfahrerin später - und das nur, weil K. eben aus dem Bus aussteigen wollte - waren wir angekommen.

Erstmal orientieren, und in Richtung Altstadt. Und diese Altstadt ist eine schöne, mit kleinen Gassen, alten Gebäuden, vielen Lokalen.
Wir mochten vielleicht heute etwas herumgeirrt sein, man kann es aber auch als ein "Treiben lassen" bezeichnen. Ein erstes Ziel stand aber fest: das sowjetische Kriegerdenkmal, ziemlich beeindruckend.

Zurück in die Altstadt, etwas Bummeln, Wasser kaufen (ganz wichtig heute!), Kofola kaufen (= slowakisches Cola, wir haben die Edition mit Orangen-Zimt Geschmack erwischt, oder schmeckt das immer so?!).

Ein kleiner Snack, und dann durch die Altstadt, über Plätze, durch Marktstände. Eine kleine aber erfolgreiche Shoppingtour mit etwas Hin und Her (Frauen sind manchmal etwas unschlüssig, Achtung: Klischee!).

Die Hitze nahm zu, mein Kopfweh auch. Wir suchten Schutz und Schatten hinter der Stadtmauer. Oh, was für ein schönes Wortbild, die Stadtmauer, die Schutz bietet - ja vor was eigentlich? Nun ja, das was wir da erspähten, war mehr als gruselig... ich wills hier nicht erzählen, aber ich sollt vor dem Schlafen gehen nicht daran denken :-/.
Uns, das heißt K. und ich, hielt das zumindest von einem kurzen Nachmittagsschläfchen nicht ab.

Danach stand nicht mehr viel an, außer ein nettes Lokal für das Abendessen suchen *hüstel*. Hier begann der Spaß. Endlich war eins gefunden. Zuerst konnten wir uns nicht entscheiden, ein Salat klang verlockend bei der Hitze, Brimsennocken sind slowakische Spezialität. Was dann kam, war, nun ja... ein Reinfall.

Ich will hier nicht ins Detail gehen, ich sag nur, meine Freundinnen sind keine Fans von "Grammeln" (für deutsche Leser: grobe Würfeln aus Schweinespeck). Und der war halt sowohl in den Nockerln als auch im Caesar Salat (?!). Dieser Caesar Salat war ohnehin eine Eigenkreation, mit Backerbsen anstatt Croutons und Gouda statt Parmesan. Wer kann, der kann (oder eben auch nicht...). Dafür gab's noch einen Kuchen, und die Grammeln bescherten uns zumindest auf der Heimfahrt einige lustige Momente...

Ich hab den Tag sehr genossen, danke J. und K. für die tolle Idee! :) Ich bin froh, dass ich euch kennen lernen durfte (nicht lachen, K. ;) ), ihr habt mir die letzten 1 1/2 Jahre in Wien sehr verschönert! Und ich bin ja Gott sei dank ab Herbst nicht aus dieser Welt und noch immer Chor :)

PS: Dies war kein Bratislava-Guide, mehr eine Beschreibung meines heutigen Tages. Wir haben uns auch nicht intensiv mit der Stadt auseinandergesetzt, mehr einen Tag in ihr verbracht, ein bisschen slowakische Luft geschnuppert und den Flair der Stadt gespürt. Fazit: Eine Reise wert, für einen Tagesausflug (von Wien aus) oder für ein Wochenende. Die Altstadt ist besonders schön.