Montag, 27. April 2015

24.4. FASHION REVOLUTION DAY ... oder: 2 Jahre Rana Plaza


Wie gesagt, ich muss sie raushaun, meine Themen... und mit diesem hier bin ich auch zu spät dran, zumindest für heuer. Dennoch ist es mir ein Anliegen, und immerhin weht es nach bzw. war es in den Medien auch etwas präsent (wie stark kann ich selbst schwer beurteilen, da ich schon ein Aug dafür hab; dazu kommt, dass ich auf FB die "Fashion Revolution" Seite geliket hab, und die die letzten Tage alle paar Stunden einen Post in die Facebookwelt gesetzt haben).

Am 24. April war und ist - wie nun jedes Jahr - Fashion Revolution Day.
(Dazu die FB-Page: https://www.facebook.com/fashionrevolution.org?fref=ts)
Warum?
Vor zwei Jahren brach das Fabriksgebäude Rana Plaza in Bangladesch zusammen, ArbeiterInnen und NäherInnen wurden darunter begraben. Über 1000 Menschen starben, 2500 wurden verletzt.

Nur noch so viel dazu:
- In dieser Fabrik ließen bekannte Marken wie Benetton, C&A, Mango und KiK produzieren!
- Die Überlebenden haben bis heute zum Teil keine oder nur eine kleine Entschädigung bekommen!
- Rana Plaza war und ist kein Einzelfall. Dass ArbeiterInnen nicht einmal den Mindestlohn bekommen, unter miserablen Bedingungen nähen, und bei Unfällen keine Entschädigung bekommen - das ist in Ländern wie Bangladesch, Pakistan, China Alltag.

Die vielleicht wichtigste Frage, die noch immer bleibt: Hat sich seitdem etwas getan?! 
Ja und Nein. 

Ja, weil es die Clean Clothes Kampagne gibt. Ja, weil es den Fashion Revolution Day gibt. Beide sollen aufrütteln. Am Fashion Revolution Day gab es einige Veranstaltungen, Aktionen (wie die #insideout Kampagne, also die Kleidung verkehrt anziehen, hashtaggen und die Marken zu fragen #whomademyclothes ?). Viele Leute beteiligen sich daran und interessieren sich dafür.

Nein, weil: es immer noch zu wenig ist. Weil sich die Fabriken und großen Firmen noch immer nicht darum bemühen, dass die ArbeiterInnen eine gerechte Bezahlung bekommen und unter menschenwürdigen Umständen arbeiten können. Weil es so viele Menschen in den Wohlstandsländern einen Sch...dreck scherrt (Entschuldigung für den Ausdruck), wo und unter welchen Umständen ihre Kleidung produziert wurde...

Wenn wer noch mehr erfahren möchte (Achtung, kleine Werbeeinschaltung!), dann findet ihr z.B. viel bei der Nunu, einer Bloggerin über Fast und Fair Fashion, die ich einfach furchtbar gern les:
https://ichkaufnix.wordpress.com/2015/04/24/fashion-revolution-warum-die-katastrophe-noch-lange-nicht-vorbei-ist/

Ich möcht da jetzt persönlich nicht mehr Worte darüber verlieren. Was jede/r Einzelne dazu beitragen kann, das ist für mich ein eigenes Thema, dass sicher bald hier angesprochen wird, weils mich persönlich einfach beschäftigt (und ja, ich bin auch keine Heilige, und lauf immer wieder beim H&M o.ä. rein... aber das ist eine andere Geschichte). 
Ich bin und bleib eine Weltverbesserin und möcht, dass sich was verändert.



fashionrevolution

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